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Fehlbildungen im Genitalbereich - Urologe in Hannover

Fehlbildungen, die im Genitalbereich auftreten, können in ganz unterschiedlicher Form erscheinen. Ausgelöst werden können sie z.B. durch eine Hormonstörung. Wird beispielsweise keine ausreichende Menge Testosteron produziert, bilden sich die Geschlechtsorgane des männlichen Kindes im Mutterleib nicht ordnungsgemäß aus. Die häufigsten Fehlbildungen, die auch in der urologischen Praxis Hannover von Dr. Matz behandelt werden, sind folgend aufgelistet.

Welche Formen einer Genitalfehlbildung gibt es?

Monorchie: Monorchie oder Monorchismus bezeichnet das Fehlen eines Hodens im Hodensack des Mannes (Einhodigkeit). Eine weitere Form ist, dass der Hoden zwar vorhanden ist, aber nicht funktioniert.

Anorchie: Sie entwickelt sich bereits im Stadium des Fötus. Die Anorchie wird auch als Anorchidie bezeichnet. Von ihr spricht man, wenn sich keine Hoden ausbilden oder diese in den Bauch verlagert sind.

Hodenhochstand: Beim Hodenhochstand (Hodenretention, Hodendystopie) handelt es sich um ein Phänomen, das schon kurz nach der Geburt des männlichen Babys vom Arzt überprüft wird. Der Hoden, der während der Entwicklung des Kindes im Mutterleib zunächst im Bauchraum angelegt wird, sollte im Normalfall von dort in den Hodensack wandern. Im Falle eines Hodenhochstands geht er diesen Weg nicht, bzw. nicht vollständig. Der Hoden verbleibt entweder im Bauch, wandert nur bis zu den Leisten oder bis zum oberen Teil des Hodensackes. Häufig muss ein Hodenhochstand nicht behandelt werden, wenn der Hoden im Laufe der Zeit nach der Geburt doch noch weiter an seinen Platz im Hodensack wandert. Eine besondere Form des Hodenhochstands ist der Pendel- bzw. Wanderhoden. Er muss normalerweise nicht behandelt werden. Der Hoden befindet sich dabei zuweilen im Hodensack und zuweilen im Leistenkanal. Er ist flexibel und pendelt bzw. wandert hin und her.

Verschlossener Samenleiter (eine Form der Atresie), fehlgebildet oder gänzlich fehlend: Auch der Samenleiter kann von einer Fehlbildung betroffen sein. Wenn er verschlossen ist, können keine Samenzellen hindurch gelangen, weswegen der Mann eine Fruchtbarkeitsstörung aufweist. Es gibt unterschiedliche Gründe für den Verschluss, z.B. kann der Samenleiter verklebt sein. Ebenso verhält es sich, wenn der Samenleiter fehlgebildet ist oder gar nicht vorhanden.

Phimose: Die Vorhaut des Mannes ist bei gesundem Zustand flexibel und lässt sich schmerzfrei über die Eichel schieben. Ist dies nicht der Fall, spricht man von einer Verengung der Vorhaut, also einer Phimose. Ist die Phimose angeboren (kongenital), so ist sie nicht nur im Säuglingsalter vorhanden (was nicht ungewöhnlich ist), sondern bildet sich auch im Jungenalter nicht zurück. Eine Phimose kann auch erworben werden als Folge einer Entzündung oder Verletzung beispielsweise.

Hypospadie: Ist die Harnröhre eines Neugeborenen fehlgebildet, spricht man von einer Hypospadie. Die Harnröhre endet dabei, je nach Form der Fehlbildung, an der Eichelunterseite, am Penisschaft oder am Hodensack. Zur Behandlung einer Hypospadie ist unbedingt ein Facharzt aufzusuchen, der ausreichend praktische Erfahrung mit der Hypospadie hat.

Varikozele: Die Varikozele ist eine erweiterte Vene am Hoden. Sie wird auch Hodenkrampfader genannt. Je nach Ausprägung ist eine Varikozele kein Grund zur Beunruhigung. Der behandelnde Urologe wird feststellen, ob eine Operation nötig ist. Unter Umständen kann die Varikozele die Qualität der Samenzellen beeinträchtigen.

Hydrozele: Als Wasserbruch oder Hydrozele wird Flüssigkeit im Hoden bezeichnet, die sich dort angesammelt hat. Der Hoden wird dadurch vergrößert. Eine Hydrozele kann sowohl angeboren als auch erworben sein. In den meisten Fällen kann ein Wasserbruch gut operativ behandelt werden.

Spermatozele: Spermatozele ist der Fachbegriff für eine Zyste des Nebenhodens. Die Zyste ist dabei mit Samenzellen gefüllt. Eine Spermatozele ist zunächst so klein wie ein Stecknadelkopf, kann aber bei Nichtbehandlung eine enorme Größe annehmen. Eine Behandlung der Spermatozele ist in der Regel nur dann erforderlich, wenn sie größer wird.