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Zeugungsfähigkeit (Mann) - Dr. Matz in Hannover

Kinder zu bekommen kann sich zuweilen gar nicht so einfach gestalten. Wenn eine Schwangerschaft nicht auf Anhieb klappt, ist das noch kein Grund zur Beunruhigung. Erst ab zwei Jahren, die man erfolglos versucht ein Kind zu zeugen, spricht man von einem unerfüllten Kinderwunsch. Es gibt verschiedene Gründe und Lösungen bei unerfülltem Kinderwunsch. Die Verantwortungswahrscheinlichkeit liegt bei 50:50, d.h. dass es gleichermaßen am Mann wie an der Frau liegen kann. Um die Zeugungsfähigkeit des Mannes zu überprüfen, ist der Gang zum Andrologen empfehlenswert. Dieser wird eine sogenannte Fertilitätsabklärung durchführen. Auf diese Weise wird ermittelt, ob der Mann eingeschränkt oder nicht zeugungsfähig ist und woran dies liegt.

Die Untersuchung beim Facharzt

Der erste Schritt zur Abklärung der männlichen Zeugungsfähigkeit ist die Anamnese. Der urologische Facharzt macht sich ein Bild des Patienten, indem er dessen medizinische Vorgeschichte erhebt. Unter Umständen geben Erkrankungen in der Familie oder eigene frühere Leiden Aufschluss auf den unerfüllten Kinderwunsch.

Eine körperliche Untersuchung findet anschließend statt. Die Region der Leisten sowie des äußeren Genitals wird abgetastet, wodurch physische Auffälligkeiten, wie beispielsweise Schmerzen oder optische Veränderungen, erkannt werden können. Liefert die Untersuchung kein Ergebnis, kann der Arzt im nächsten Schritt einen Ultraschall der Nieren, Blase und Hoden machen. Mithilfe dieser Sonographie sieht der Arzt Unregelmäßigkeiten, die durch die äußere Untersuchung nicht erkennbar sind.

Des Weiteren ist meist auch ein Spermiogramm sinnvoll. Hierfür wird eine frische Probe der Samenflüssigkeit des Mannes benötigt. Diese wird ins Labor gegeben, wo mit ihr ein Spermiogramm erstellt wird. Das Spermiogramm gibt dann Aufschluss darüber, wie viele bewegliche Samenzellen sich im Ejakulat des Patienten befinden. Schließlich könnte auch eine Infektion der Auslöser eines unerfüllten Kinderwunsches sein. Bei diesem Verdacht wird die Samenflüssigkeit des Mannes mikrobiologisch untersucht und ein Harnröhrenabstrich gemacht.

Wenn die Untersuchung bis hierhin keinen Grund für den unerfüllten Kinderwunsch liefert, folgt eine Blutabnahme. Durch die Blutprobe wird der Hormonhaushalt des Patienten überprüft und somit z.B. ein Testosteronmangel festgestellt.

Zeugungsunfähigkeit beim Mann: die häufigsten Ursachen

Nach einer ausführlichen Untersuchung auf die Zeugungsfähigkeit des Mannes wird klar sein, woran die Zeugung eines Kindes scheitert. Die Gründe können vielfältig sein. Ein häufiges Problem ist eine eingeschränkte Qualität der Samenzellen. Eine eingeschränkte Qualität bedeutet, dass die Samenzellen nicht gesund, nicht agil genug oder verformt sind.

Doch gesunde Samenzellen allein reichen nicht aus. Ebenso wichtig ist, dass der Transport einwandfrei funktioniert. Hoden, Nebenhoden und die Samenleiter spielen für die Samenzellen eine wichtige Rolle und sind an ihrem Transport während eines Samenergusses beteiligt. Ist das Hodengewebe beispielsweise nicht intakt oder liegt eine Varikozele (Hodenkrampfader) vor, kann sich dies auf die Spermienqualität negativ auswirken.

Ein weiteres Beispiel sind nicht durchgängige Samenleiter. Sie können durch unterschiedliche Ursachen verklebt sein, z.B. durch Infektionen wie Chlamydien, durch Entzündungen aber auch durch angeborene Fehlbildungen. Darüber hinaus können weitere Faktoren die Fruchtbarkeit des Mannes beeinflussen wie u.a. Antikörper, die gegen die eigenen Samenzellen arbeiten (immunologische Sterilität) oder auch die Psyche. Stress darf nicht unterschätzt werden und kann die Spermienproduktion durchaus beeinträchtigen.

Aus o.g. ausgewählten Beispielen kann zusammengefasst werden, dass ein unerfüllter Kinderwunsch vielfältig verursacht werden kann. Auf männlicher Seite liegt das Problem oftmals bei den Geschlechtsorganen, jedoch nicht immer. Der Lebenswandel kann ebenfalls mit hineinspielen.